Am Rande Moskaus, in einer komfortablen Datscha, sitzt Ignat Issaakowitsch Wetrow. Er selbst bezeichnet sich als Wahrheitsverkünder. Zeitungen westlicher Länder nennen ihn Dichter. Ihm gelten Cathérine Labordes professionelle Bemühungen, obwohl sie ihn erst sehr spät zu Gesicht bekommt. Doch da sind andere Leute, die in ihr Leben treten: Glenn Ward, der eigenwillige Reporter aus Boston, Wadim Shagin, Schriftsteller, rehabilitiert nach langer Haftzeit, Boris Petrowitsch Kursanow, Fliegergeneral, der einst mit Cathérines Vater im selben Geschwader eine Jagdmaschine flog.
In diesem Roman werden die Abhängigkeiten osteuropäischer sogenannter "Dissidenten" von westlichen Geheimdiensten aufgezeigt. Der hauptsächliche Angriffspunkt war Alexander Solschenizyn mit seinem antikommunistischen Machwerk "Archipel Gulag".
Harry Thürk, Autor vieler spannender Romane, stellt in diesem hochaktuellen Buch die Frage nach Wahrheit und Lüge auf ungewohnte Art. Er durchleuchtet den Hintergrund spektakulärer zeitgeschichtlicher Prozesse, von denen viele unter uns nur die schillernde, täuschende Oberfläche kennen. [1. Auflage 1978]