Das 1927 zum ersten Mal erschienene Werk des russischen Autors F. Gladkow beschäftigt sich mit den Zwischentönen der Zeit nach dem russischen Bürgerkrieg. Gladkow beleuchtet nicht die Revolution als politisches Ereignis selbst, sondern er beschreibt die Menschen, die an ihr teilhatten.
Er zeigt auf, wie nachhaltig die Revolution das Leben einzelner Menschen prägt und wie diese versuchen, sich nach den Unruhen wieder in einen normalen Alltag einzufinden. Im Zentrum des Romans steht das Ehepaar Gleb und Dascha.
Als Gleb nach dem Ende des Bürgerkrieges aus dem Feld heimkommt, findet er, entgegen seiner Hoffnungen und Erwartungen, nicht mehr sein kleines sauberes Heim vor, das er vor drei Jahren verlassen hat und auch seine Ehefrau Dascha hat sich verändert. Diese bekleidet inzwischen eine führende Rolle im Frauenkomitee der Stadt, trägt Hosen und ein rotes Kopftuch.
Gladkow schrieb seit seinem sibirischen Exil, wobei seine frühen Erzählungen vom Stil und der Thematik her an Frühwerke Maxim Gorkis erinnern. 1925 veröffentlichte er mit dem Roman Zement sein bekanntestes literarisches Werk, das auch autobiografische Züge aufweist und als ein literarisches Denkmal der frühsowjetischen Industrialisierungsepoche (hier am Beispiel eines Zementwerks) gilt.
Von 1945 bis 1948 war Gladkow Direktor des Literaturinstituts in Moskau. Für seine Verdienste erhielt er 1950 und 1951 den Stalinpreis.