Für Gerechtigkeit und eine friedliche Entwicklung der Welt – gegen Faschismus, Terrorismus und Krieg!

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Kategorie: International
Veröffentlicht am Sonntag, 31. Mai 2026 13:33
Geschrieben von estro
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Auf Einladung der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation (KPRF) hat eine Delegation der KPD am Internationalen antifaschistischen Forum progressiver und linkspatriotischer Kräfte in Moskau teilgenommen. Das Forum fand vom 23. bis 27. Mai 2026 in der russischen Hauptstadt statt. 120 Delegationen mit Vertreterinnen und Vertretern kommunistischer und Arbeiterparteien, sowie weiterer Organisationen aus fast 100 Ländern aller Kontinente berieten gemeinsam mit Gewerkschaftern, Jugend- und Frauenorganisationen, Wissenschaftlern und Parlamentariern über die aktuelle Lage und den gemeinsamen Kampf gegen Imperialismus, Krieg und Aggression. Höhepunkt war die internationale Konferenz „Der Kampf gegen internationalen Terrorismus, Willkür und Aggression – Für Frieden und Sicherheit“. Die KPD betrachtet die Teilnahme an diesem Forum als wichtigen Beitrag zur Stärkung der internationalen Solidarität der Kommunisten und aller antiimperialistischen Kräfte. In Zeiten wachsender Kriegsgefahr durch NATO und westlichem Monopolkapital, massiver Aufrüstung und sozialer Verelendung ist der geschlossene Kampf der fortschrittlichen Kräfte notwendiger denn je. Im Folgenden dokumentieren wir die gemeinsame Abschlusserklärung:

Erklärung des III. Internationalen Antifaschistischen Forums

Moskau, 25. Mai 2026

2026-05-24 Eroeffnung Moskau

Liebe Genossinnen und Genossen! Liebe Freundinnen und Freunde!

Wir wenden uns an euch aus der Heldenstadt Moskau, vor deren Toren die Rote Armee die Hitlertruppen besiegte, die nahezu ganz Europa besetzt hatten. Im harten Winter 1941 bewies das sowjetische Volk der Welt: Der Faschismus ist nicht unbesiegbar. Er kann besiegt werden, wenn sich die Völker vereinen und gemeinsam für Wahrheit und Gerechtigkeit kämpfen.

Das III. Internationale Antifaschistische Forum findet in einer Zeit statt, in der die Menschheit vor großen Herausforderungen steht. Die imperialistische Reaktion versucht erneut, die Rechte der arbeitenden Menschen umfassend anzugreifen. Militarismus und Kolonialismus, Faschismus und Antikommunismus bleiben ihre ständigen Begleiter. Gestützt auf die dunkelsten Kräfte versucht das Großkapital, seine Herrschaft über die Völker, über die Arbeit und die Fähigkeiten der Menschen, über die natürlichen Reichtümer unseres Planeten sowie über die Zukunft der Menschheit zu sichern und auszubauen.

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat den aggressiven Charakter des Großkapitals deutlich gezeigt. Seine Vertreter reagieren mit Feindseligkeit, sobald Völker die Ansprüche der globalen Oligarchie auf Herrschaft und Unterdrückung in Frage stellen. Für Kapitalisten und ihre ideologischen Unterstützer sind eine geeinte Arbeiterklasse, nationale Befreiungsbewegungen sowie das Streben nach Demokratie und sozialer Gerechtigkeit die größte Bedrohung.

Vor unseren Augen legt der Kapitalismus zunehmend seine liberale Fassade ab. Immer seltener spricht er von Freiheit und Menschenrechten. Stattdessen greift die Reaktion häufiger zu Diktatur, Terror, Chauvinismus und Krieg. Verschiedene Formen des Faschismus erleben eine Wiederbelebung. Die politischen Erben Hitlers und Mussolinis, Francos und Salazars, Horthys und Antonescus gewinnen an Einfluss. Militärbündnisse bauen ihre Macht aus. Imperialistische Kräfte setzen immer unverhohlener auf politischen Terror, religiösen Extremismus, ethnischen Hass, Wirtschaftssanktionen und militärische Gewalt, um Druck auf die Völker auszuüben.

Wir erklären: Der Kampf gegen den Faschismus ist untrennbar mit dem Kampf gegen Antikommunismus und Russophobie verbunden. Wir verurteilen entschieden alle Versuche, die Sowjetunion mit dem Hitlerreich gleichzusetzen, die Befreier als „Besatzer“ darzustellen, Denkmäler für Soldaten der Roten Armee zu zerstören, kommunistische Symbole zu verbieten und Kollaborateure des Nationalsozialismus zu rehabilitieren. All dies dient der politischen Vorbereitung einer faschistischen Wiederkehr. Die Reaktion versucht, den Völkern ihre historische Erinnerung zu nehmen, die Verbindung zwischen den Generationen zu zerstören und die Leistungen der Sowjetunion sowie des antifaschistischen Widerstands zu verleumden.

Wir bekräftigen unsere Unterstützung für die Einschätzungen und Schlussfolgerungen des Manifests „Die Menschheit vor dem Faschismus schützen!“, das am 22. April 2023 auf dem I. Internationalen Antifaschistischen Forum in Minsk verabschiedet wurde. Sein Geist des Internationalismus und der Solidarität bildet die Grundlage unseres gemeinsamen Handelns.

Wir sind der Auffassung, dass der Faschismus kein zufälliges historisches Phänomen ist. Er entsteht aus den Krisen des Kapitalismus, aus der Angst des Großkapitals vor den arbeitenden Menschen und aus dessen Wunsch nach Herrschaft und Unterdrückung. Die extreme Reaktion entspringt letztlich dem Bestreben der Finanzoligarchie, ihre Macht um jeden Preis zu erhalten.

Ein wichtiger Teil unseres gemeinsamen Kampfes ist der Widerstand gegen den Terrorismus. Wir verurteilen Terrorismus in jeder Form – individuell, organisiert oder staatlich; freiwillig oder als Söldnertätigkeit; militärisch, wirtschaftlich oder psychologisch. Terrorismus bringt Tod und Zerstörung, zerstört Lebenswege, erzeugt Angst und Hass und verursacht Leid und Elend.

Die Völker müssen die tieferen Ursachen des Terrorismus erkennen. Er kann nicht allein durch Fanatismus oder die kriminellen Absichten Einzelner erklärt werden. Sein Nährboden sind soziale Ungleichheit, Rechtlosigkeit, Armut, Demütigung, Arbeitslosigkeit, Interventionen, Völkermord, politische Bevormundung, neokoloniale Praktiken, Sanktionen und Blockaden.

Milliarden Menschen schaffen den Reichtum der modernen Welt, doch die Ergebnisse ihrer Arbeit werden von einer kleinen Gruppe von Kapitaleigentümern angeeignet. Über die großen Werte der Gesellschaft verfügen nicht die Völker selbst, sondern eine Minderheit, die die tatsächliche Macht an sich gezogen hat: die Besitzer von Banken und Finanzkonzernen, multinationalen Unternehmen, Rüstungsfirmen und IT-Giganten. Die extreme Ungleichheit bei der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums führt zu Entfremdung und sozialem Verfall.

Der Imperialismus schafft Zonen des Chaos und zerstört unter dem Vorwand der „Befreiung“ ganze Länder. Er bewaffnet radikale Gruppen, schürt nationale und religiöse Konflikte, fördert rassistische und nationale Diskriminierung, unterstützt Söldnertruppen und organisiert Staatsstreiche.

Wir betonen: Der Kapitalismus ist nicht in der Lage, den Terrorismus zu beseitigen, weil er dessen soziale, wirtschaftliche und politische Voraussetzungen ständig neu hervorbringt. Der Kampf gegen den Terrorismus darf nicht auf Polizeieinsätze und Militäraktionen beschränkt werden. Notwendig ist die Beseitigung seiner Ursachen: Ausbeutung, neokoloniale Ausplünderung und soziale Ungleichheit. Die Auflösung imperialistischer Militärbündnisse und die Überwindung der Herrschaft transnationalen Kapitals sind eine Forderung der Zeit.

Die Teilnehmer des III. Internationalen Antifaschistischen Forums unterstützen die antifaschistischen und antiterroristischen Aktivitäten Russlands im Rahmen der sogenannten militärischen Spezialoperation in der Ukraine. Sie betrachten diese als Teil des Widerstands gegen globale Vorherrschaft, Staatsterrorismus, Militarismus und Neonazismus. Sie verurteilen Versuche, das Territorium der Ukraine als Aufmarschgebiet imperialistischer Kräfte zu nutzen.

Wir betonen: Unser Kampf gegen Neonazismus und Terrorismus ist grundsätzlicher Natur und kennt keine Kompromisse. Er richtet sich gegen alle Kräfte, die die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs revidieren, Kollaborateure des Hitlerfaschismus rehabilitieren und die Erinnerung an den antifaschistischen Widerstand auslöschen wollen. Wir werden uns niemals mit jenen abfinden, die Terror und Angst verbreiten, um die Welt den Interessen des Kapitals zu unterwerfen. Unser Kampf gilt dem Recht der Völker auf Sicherheit, historische Wahrheit, Souveränität, umfassende Entwicklung, soziale Gerechtigkeit und die freie Wahl eines sozialistischen Entwicklungswegs.

Wir fordern die USA nachdrücklich auf, ihre Versuche einzustellen, der Republik Kuba ihren Willen aufzuzwingen. Kuba ist seit Jahrzehnten ein Symbol für Würde und Standhaftigkeit. Die Sanktionen gegen die Insel müssen sofort aufgehoben werden. Ebenso müssen die Vorwürfe gegen den Führer der kubanischen Revolution, Raúl Castro, beendet werden. Die Blockade Kubas wird als eine Form staatlichen Terrors gegen ein ganzes Volk bezeichnet.

Wir erklären unsere Solidarität mit der Bolivarischen Republik Venezuela. Wir fordern ein Ende des politischen und wirtschaftlichen Drucks sowie der Sanktionen gegen das venezolanische Volk. Außerdem verlangen wir die sofortige Freilassung von Präsident Nicolás Maduro und Cilia Flores. Im Bestreben der USA, Venezuela zu unterwerfen und sich seine Rohstoffe anzueignen, sehen wir dieselbe neokoloniale Politik, die Faschismus, Terrorismus und militärische Interventionen hervorbringt.

Wir fordern ein Ende des Völkermords am palästinensischen Volk. Die israelische Militärführung muss ihre Verbrechen im Gazastreifen und ihre aggressiven Handlungen gegen den Libanon einstellen. Das Recht des palästinensischen Volkes auf einen eigenen Staat muss verwirklicht werden.

Washington muss seine Unterstützung für die militärischen Aktionen Israels beenden und seine Operationen gegen den Iran unverzüglich einstellen. Die internationale Gemeinschaft soll die Interventionspolitik der USA verurteilen und Entschädigungen für die dem iranischen Volk zugefügten Schäden verlangen.

Wir rufen alle Menschen guten Willens dazu auf, die gemeinsame Front progressiver, linker, kommunistischer, patriotischer, antikolonialer und antifaschistischer Kräfte zu stärken. Unsere Kräfte müssen wir im gemeinsamen Kampf bündeln. Gemeinsam müssen wir Antikommunismus, Antisowjetismus und Russophobie entlarven, die Rechte der arbeitenden Menschen verteidigen und für eine gerechte und sichere Welt eintreten.

Wir wenden uns an alle Völker der Erde: Lasst euch nicht täuschen! Vertraut nicht denen, die von Freiheit sprechen und Unterdrückung bringen. Die von Demokratie reden und die Herrschaft des Kapitals fördern. Die Sicherheit versprechen und Kriege anzetteln. Die den Kampf gegen den Terrorismus verkünden und selbst Hass und Gewalt verbreiten.

Nur eine Welt gleichberechtigter Völker, sozialer Gerechtigkeit und der Solidarität der arbeitenden Menschen kann die Menschheit vor Faschismus, Terrorismus und Krieg schützen.

Nein zu Imperialismus, Neonazismus, Antikommunismus und Terrorismus!

Lasst nicht zu, dass der Frieden zerstört wird! No pasarán! Sie werden nicht durchkommen!

Es lebe die Welt der Arbeit, des Sozialismus und der Freundschaft der Völker!

Es lebe die internationale Solidarität der arbeitenden Menschen!